• Die Nächste Andacht


    für eine Eintragung in das Buch der Erinnerung ist am

     

    Sonntag, den 18.11.2018, um 11.30 Uhr in St. Nikolai. 

     

    Wer gern die Namen anonym begra- bener Angehöriger eintragen lassen möchte, erhält für die nötigen Angaben im Gemeindebüro eine Karte oder kann diese hier herunterladen.

  • Buch der Erinnerung in St. Nikolai

  • Pastor Thomas mit der Mappe mit den vorläufigen Blättern.
  • Zwölf Namen im „Buch der Erinnerung“ 

    Seit 2013 liegt das „Buch der Erinnerung“ in St. Nikolai aus. Auf einem vorläufigen Formular können die Namen, die Geburts- und Sterbedaten sowie die Geburts- und Sterbeorte von Verwandten und Freunden handschriftlich eingetragen werden. Im Pfarramt werden die Daten per Computer abgetippt und dann in der „Kapelle der Erinnerung“ ausgelegt. Bislang sind die Namen von zwölf Verstorbenen in das Buch eingetragen. Für jeden Toten ist ein Gedenkblatt im Format A 4 reserviert. Angehörige können sich in der Kapelle still an die Verstorbenen erinnern, beten, Kerzen anzünden. 

    „Das ist doch eine schöne Idee. Eine Reaktion auf die Situation, dass es mehr und mehr anonyme Bestattungen ohne spätere Grabsteine gibt. Und auch darauf, dass die Familien weit verstreut leben und es die Erinnerungsorte auf den Friedhöfen so nicht mehr gibt“, erklärt Pastor Roger Thomas von St. Nikolai. „Die Kirche findet es wichtig, dass die Erinnerungen an verstorbene Menschen im öffentlichen Raum lebendig bleiben. Die Kirchen sind die Orte, wo das Gedächtnis an die Verstorbenen bewahrt wird. Verstorbene, die anonym oder auf See bestattet werden, haben keine Grabsteine, die ihre Namen tragen. Für sie haben wir diesen Ort der öffentlichen Erinnerung, Trauer, Dankbarkeit und Würdigung eingerichtet.“ 

    Roger Thomas hatte in der Wismarer Friedhofsverwaltung auf das „Buch der Erinnerung“ hingewiesen. Inzwischen hat der Pastor auch Kontakt mit den Wismarar Bestattungsunternehmen aufgenommen. Wer Interesse hat, die Namen von verstorbenen Angehörigen und Freunden in das Buch eintragen zu lassen, wird gebeten, zuvor eine Karte, die bei den Bestattern ausliegt, auszufüllen. Alle anderen Angehörigen können sie gern im Gemeindebüro erhalten. „Das kostenlose Angebot gilt für alle, unabhängig von einer Kirchenmitgliedschaft“, so Roger Thomas.