• Fakten zu St. Nikolai


    Evangelisch-Lutherische Stadtkirche
     der Gemeinde
     St. Nikolai, Predigtkirche  des Probstes in der Probstei Wismar.

    Um 1255 hören wir von einer ersten Kirche St. Nikolai in Wismar, um 1280 gibt es Nachrichten über einen Neubau. Im Jahre 1381 wird ein Vertrag über den Bau eines Chores für eine neue Kirche geschlossen - die dritte an gleicher Stelle.

    Das ist der Beginn der Kirche, die wir heute sehen. 1403 wird der Chor geweiht und für Gottesdienste und Gemeindeleben genutzt, bis 1469 das imposante Langschiff (zwischen Chor und Turm) fertiggestellt war..

    1487 konnte man die Turmglocke in den Dachstuhl des Kirchturmes einhängen, 
    1508
     wird der 60 Meter hohe Helm des Turmes fertig.

    Im Dezember 1703 stürzte der Turmhelm bei einem Orkan ein und zertrümmerte Dach und Gewölbe des Langschiffes sowie die Innen- einrichtung. Der Turmhelm wurde nie wieder aufgebaut. Kanzel und Altar konnten bis Ende des 18. Jahrhunderts erneuert werden - so erhielt diese spätgotische Kirche eine barocke Innenausstattung. Das Gewölbe im Mittelschiff wurde erst um 1867 wieder fertig gestellt.

    Im 2. Welt- krieg erlitt St. Nikolai nur vergleichsweise geringe Schäden. Seit 2002 gehört diese Kirche wie die gesamte Altstadt von Wismar zum 
    Weltkulturerbe der UNESCO.
     Als Spätfolge der politischen Wende in Deutschland wurde die Kirche 2008 in das Eigentum der Hansestadt Wismar übertragen und gehört heute zum Vermögen der dafür gegründeten Stadtkirchenstiftung. 

  • Die Kirche St. Nikolai


    Das Gotteshaus

    Das Mittelschiff von St. Nikolai mit seiner gewaltigen Höhe (37 Meter) und schlanken Form beeindruckt Gläubige und Besucher seit 600 Jahren. 

    Die Kirche beherbergt eine Vielzahl von kunstvollen Ausstattungsstücken. Sie ist Ort eines regen Gemeindelebens und besonders im Sommerhalbjahr Pflegestätte für ein vielseitiges kirchenmusikalisches Leben.

                             Das Buch der Erinnerung

                                 >>  für anonym Bestattete in St. Nikolai.

    Der Bau: 

    Nach dem Vorbild von St. Marien in Wismar, die ein halbes Jahrhundert älter war, wurde eine dreischiffige Basilika errichtet, die statt eines Querhauses zwei sog. Vorhallen erhielt. Die südliche wendet sich der Stadt mit einem reich geschmückten Giebel zu, an dem besonders die vierzehnteilige Blendrose ins Auge fällt. 
    >>>> Ein virtueller Rundgang um St. NIkolai.

    Der Raum:

    Himmelstrebende Pfeiler und Wände, bunter und vielseitiger Schmuck der Pfeiler, mittelalterliche Malereien, reichverzierte Grabplatten und viele weitere Bau-Details vermitteln einen unauslöschlichen Eindruck. Nach dem Einsturz des Turmhelmes 1703 erhielt diese Kirche der Backsteingotik eine Inneneinrichtung im Barockstil. Heute beherbergt sie viele Kunstwerke aus anderen Wismarer Kirchen, besonders aus den im Zweiten Weltkrieg beschädigten Kirchen St. Georgen und St. Marien. 
    >>>> Impressionen aus dem Kirchenschiff

    Der Schatz: 

    Viele wertvolle und interessante Ausstattungsstücke lassen sich in der Kirche entdecken.

    Einmalig ist das Retabel des Hochaltars aus St. Georgen. Es entstand um 1430 in einer Wismarer Werkstatt und steht bis zur Überführung an den angestammten Platz in der Georgenkirche in der Obhut von St. Nikolai. Es ist der größte Altaraufsatz dieser Art im Ostseeküstenraum. 
    >>>>  Die Altäre in St. Nikolai

    Der Klang:

    Die beim Turmeinsturz von 1703 zerstörten bzw. beschädigten Läuteglocken konnten 1727 und 1732 ersetzt werden - 1963 kam eine dritte dazu.
    >>>> Die Glocken von St. Nikolai

    Die Verbundenheit:

    St. Nikolai Wismar ist Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Backsteinbasiliken". Vertreter von elf dieser einzigartigen Groß-Kirchen im südlichen Ostseeraum haben sich nach der Wende zusammengeschlossen, um diesen eigenständigen Sakral- und Architekturtypus bekannt zu machen und zu seiner Erhaltung bei zu tragen. Ein Flyer informiert über diese Kirchen und ist auch in St. Nikolai Wismar erhältlich.

    Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten des Münsters Bad Doberan.

    St. Nikolai ist ebenfalls Mitglied im Verein

    "Europäische Route der Backsteingotik", die sakrale und auch weltliche Bauten dieses Stiles in zahlreichen Städten in Deustchland, Dänemark und Polen erhalten, pflegen und bekannt machen will. 

    Eine kleine Broschüre mit den Zielen, dem bisher Erreichten und instruk- tiven Fotos von Baudenkmälern der Backsteingotik aus den drei Ländern können Sie hier herunterladen.