Neue Orgel für Heiligen Geist
„Gott zur Ehre und der Gemeinde zum Trost und zur Freude" erklingt die neue Orgel in der Kapelle der Wismarer Heiligen-Geist-Kirche. Während eines Gottesdienstes im Februar 2009 konnte die zweite Vorsitzende des Kirchgemeinderates, Dorothea Michel, das Instrument einweihen. Die neue Orgel steht auf der Empore und bietet deutlich mehr Ausdrucksmöglichkeiten als die bisherige, 30 Jahre alte Pfeifenorgel, die schwierig zu spielen und zu warten war und mit nur drei Registern einen sehr geringen Tonumfang hatte, bei dem vor allem die tiefsten Töne einer normalen Orgel fehlten.
Auf der neuen Sakralorgel "Capella C-220" spielt der ehrenamtliche Organist in Heiligen Geist, Dr. Olof Johnsson (74) jetzt noch lieber als früher. Er lobt die Digitalorgel der Firma Hoffrichter aus Salzwedel. Das wartungsarme Instrument mit 23 aufeinander abgestimmten Registern und einem 30-Tasten-Pedal kommt ohne Pfeifen aus. Der Klang der einzelnen Register in modernen Digitalorgeln wird mittels aufwändiger Aufnahmetechnik elektronisch an anderen, herkömmlichen Pfeifenorgeln aufgezeichnet und in CD-Qualität digitalisiert. Die Wiedergabe erfolgt nach dem MIDI-System, das heute jeder Computer mit Soundkarte beherscht. Der Druck auf eine Taste einer solchen Orgel veranlasst einen eingebauiten Computer, den Klang der Pfeife abzuspielen, mit Anblasgeräusch und allen Unstetigkeiten, die den Orgelklang authentisch machen.
Die folgenden Überlegungen bestimmten die Gemeinde, in der Kapelle der Heiligen Geist-Kirche eine Digitalorgel aufzustellen:
- Die Orgel kostet in der Anschaffung höchstens ein Zehntel einer Pfeifenorgel.
- Das Instrument arbeitet praktisch verschleißfrei und bedarf keinerlei Wartung, bei einer Lebensdauer zwischen 10 und 30 Jahren. Die Unterhaltskosten für regelmäßige Stimmung, Wartung und Reinigung einer vergleichbaren Pfeifenorgel würden sich im Laufe von 10 Jahren ungefähr auf den Anschaffungspreis der Digitalorgel summieren.
- Die klanglichen Möglichkeiten dieser Orgel sind eher größer als die der bisherigen, nur noch teilweise spielbaren Pfeifenorgel.
„Mit diesem Instrument kann man den Klang einer Pfeifenorgel so anspruchsvoll reproduzieren, daß Laien praktisch keinen Unterschied merken" stellte Dr. Johnson bei der Einweihung der Digitalorgel zufrieden fest.
Möge das neue Instrument den Gemeindegesang bereichern!



