Basilika St. Nikolai in Wismar
Um 1255 hören wir von einer ersten Kirche St. Nikolai in Wismar
Zwischen 1270 und 1282 gibt es Nachrichten über einen Neubau
Im Jahre 1381 wird ein Vertrag über den Bau eines Chores wieder für eine neue Kirche St. Nikolai geschlossen - nunmehr die dritte.
Das ist der Beginn der Kirche, die wir heute sehen.
1403 wird der Chor geweiht und damit für Gottesdienste und Gemeindeleben genutzt.
1459 wird das westlich anschließende Kirchenschiff geweiht -
das wollen wir mit einem Festgottesdienst am Sonntag Invokavit 2009 (1.März) feiern, weil diese Weihe dann genau 550 Jahre her ist!
am 19. November 1487 konnte man die Turmglocke in den Dachstuhl des Kirchturmes einhängen. Im Jahre 1508 wird der Turmhelm fertig.
St. Nikolai ist eine dreischiffige Basilika
mit einem halbrunden 5/8 Chor.
Statt eines Querschiffes finden sich zwei seitliche Vorhallen.
AKTUELL: Die Glocken von St. Nikolai auf der NDR-Homepage
Mit dem Link:
www.ndr.de/reise_freizeit/staedte_orte/glocken/gnwismar101.html
erfahren Sie mehr über die Glocken von St. Nikolai Wismar und können die Glocken er-hören!
Die Südhalle
Beeindruckend ist besonders der Giebel der südlichen Vorhalle mit seinem reichen, für die Backsteingotik typischen ornamenta-
len Schmuck aus glasierten Formziegeln und Terrakotta-Formsteinen.
Fresko 'Wurzel Jesse'
Gleich am Eingang überwältigt den Besucher das monumentale Wandgemälde der sog. 'Wurzel Jesse', das um 1479 noch beim Bau der Kirche entstand.
Es stellt die Verbindung zwischen Adam und Isai (= lateinisch Jesse) mit Jesus und Maria in Form eines allegorisch gemeinten Stammbaums dar.
Die Gewölbe
Die Kirche gehört mit
37 Metern lichter Höhe
zu den höchsten in
Deutschland.
Der hochauf-
strebende
Raumeindruck wird
durch das schmale,
nur knapp 11 Meter
breite Mittelschiff
noch verstärkt.
Kunstvoll verzierte
Schlußsteine finden
sich in den Gewölben
der Seitenschiffe.
Die Ausstattung
Viele wertvolle und interessante Ausstattungsstücke lassen sich in der Kirche entdecken.
Das Retabel des Hochaltars aus St. Georgen steht bis zur endgültigen Wiederherstellung der Georgenkirche in der Obhut von St. Nikolai. Er entstand um 1430 und ist der größte Altaraufsatz dieser Art im Ostseeküstenraum.
Im Schifferaltar finden wir neben der Strahlenkreuzmadonna den Schutzpatron der Nikolaikirche, den Heiligen Nikolaus als Bischof von Mitra in Kleinasien. Der Altar entstand um 1500 im Auftrag der Schifferbruderschaft, der ältesten Bruderschaft der Hansestadt.
Auch manche kleine Kostbarkeit findet sich im großen Raum der Kirche, wie dieses Holzrelief mit Darstellung der Anbetung Jesu durch die Heiligen drei Könige, das aus einem verlorenen Altaraufsatz aus einer Wismarer Werkstatt stammt.




















